www.dietreibballschule-runggaldier.de
www.dietreibballschule-runggaldier.de

Schweineball - nein danke!!!!

Warum  KEINEN

SCHWEINEBALL, ODER SAUBALL oder RUNNING EGG ?

Der Schweineball wird leider sehr oft als Treibball, unkaputtbarer Ball, Beschäftigungsball..... angeboten.

Es ist ein Hartplastikball oder Hartplastikei, man berücksichtige das Wort "Hartplastik"!

 

Der Schweineball ist absolut kein "Treibball", er gehört wirklich in den Schweinestall, dort kann er als Futterball, der mit Mehl befüllt werden kann, als Beschäftigungsball für die Schweine verwendet werden.

Wie so oft zähle ich mal die Nachteile dieses Schweineballes, welcher eigentlich schon Tierschutz relevant ist auf:

Beim Schweineball, oder dem Running Egg sind die Folgen dieses "Spiels", besser der selbststimulierenden Hetzjagd (wenn der Mensch den Hund mit diesen Ball alleine lässt), fatal.

der Hund bekommt die harten Bälle nicht zu fassen,

das Anstupsen mit der Nase ist schmerzhaft für ihn,

sie flutschen ständig weg und der Hund baut Frust auf!

Außerdem kann sich der Hund deutlich über den Ball stellen, so Besitz anzeigen und

gegebenenfalls auch den Ball gegenüber dem Menschen verteidigen.

So lernt der Hund, sich alleine zu beschäftigen - der Mensch wird nicht mehr beachtet, die Interaktion fehlt.

Auf Dauer entsteht ein gefährlicher Abrieb der Zähne, die nicht

selten sogar ausgeschlagen werden. Ich hatte genug 4 beinige Schüler, denen das passiert ist.

Dieser Hartplastikball ist auf jeden Fall stabiler als die Zähne der Hunde, die ja auch mit geöffnetem Maul die Bälle treiben!!

Durch das Anschlagen am Sauball kann der Zahn sich bis in die Wurzel spalten!!! :-(((

Das "Tötenwollen" des Balles wird forciert. Also es ist kein kontrolliertes Jagen,  welches dadurch geübt wird.

Der Hund sammelt Erfahrung am Hetzen, welche beim nächsten Spaziergang vielleicht auch am Hasen oder Reh ausprobiert wird.

Durch diese Art der eigenen Befriedigung gerät der Hormonhaushalt außer Kontrolle, da der Hund durch sein selbstständiges Jagdverhalten einerseits enorme Glücksgefühle empfinden kann, aber auch einen Adrenalin Überschuss produziert (Adrenalin = Stresshormon).

Kaputte "Schafe", d.h. Gymnastikbälle, kranke, gestresste, bellende und unkontrollierbare Hunde, die hauptsächlich nach außen orientiert sind und ihren Menschen ignorieren, das ist NICHT DAS ZIEL von Treibball.

Mit dem Ferkelball wird dem Hund etwas antrainiert, das wir ihm am Gymnastikball sehr schwer oder gar nicht mehr abgewöhnen können.

Es soll hier nur aufgezeigt werden, was ich nach langer Treibballerfahrung miterlebt habe. Wer sich einen anschaffen will, sollte sich diese Aspekte gründlich berücksichtigen.

 Cleo verachtet den Sauball

(c) die Treibballschule, das Original von Bärbl Runggaldier

Brustgeschirr oder Halsband ???

Während früher Hunde fast ausschließlich über das Halsband geführt wurden, sieht man heute immer mehr Hunde, die ein Brustgeschirr tragen. Leider hört man dazu immer noch veraltete Meinungen wie z.B.: „Mit einem Brustgeschirr zieht der Hund doch erst richtig an der Leine“ oder auch: „Mit einem Brustgeschirr kann man einem Hund doch nichts beibringen“. In manchen Hundeschulen ist das Tragen eines Brustgeschirrs gar nicht erst erlaubt. Dabei beruhen diese Meinungen immer noch auf der irrigen Annahme man könne einen Hund nur mit Hilfe des Leinenrucks erziehen. Die moderne Hundeerziehung kommt allerdings schon lange und sehr gut ohne das veraltete Hilfsmittel „Leinenruck“ aus!

Zahlreiche Untersuchungen und Studien haben in den letzten Jahren eindeutig belegt, dass das Tragen eines Brustgeschirrs die Gesundheit ihres Hundes schont. Ein gut sitzendes Brustgeschirr schont die Halswirbelsäule Ihres Hundes. Die Wirbelsäule eines Hundes ist genauso aufgebaut wie die menschliche Wirbelsäule, ein äußerst sensibler Teil des Körpers, der empfindlich auf mechanischen Einwirkungen von außen reagiert.

 

Und nicht nur die Halswirbelsäule leidet durch das Führen am Halsband:

Jeder Druck wird durch die gesamte Wirbelsäule weitergeleitet und führt auch hier zu Schädigungen. Der Tierarzt Are Thoresen wies in einer norwegischen Studie nach, dass 78% der von ihm untersuchten Hunde unter Problemen im Halswirbelbereich und großen Schmerzen litten. 98 % (!) dieser Hunde wurden am Halsband geführt!

Bitte bedenken Sie, dass sich dauerhafter Schmerz sehr negativ auf das Verhalten Ihres Hundes auswirken wird! Zu deckungsgleichen Ergebnissen kam auch der schwedische Verhaltensforscher und Humanpsychologe Anders Hallgren.

In seinem Buch „Rückenprobleme beim Hund“ warnt er eindringlich vor der Verwendung eines Halsbandes.

Der Kehlkopf und die oberen Atemwege bleiben durch das Tragen eines Brustgeschirrs ebenfalls unbelastet. Leider sind Kehlkopfquetschungen durch die Einwirkung über das Halsband nicht so selten wie man vielleicht denkt.

Heute weiß man, dass neben diesen klar ersichtlichen Auswirkungen zahlreiche weitere Schäden verursacht werden können.

Durch die Manipulation über das Halsband wird nicht nur die empfindliche Halsregion geschädigt, wir müssen den Körper als Ganzes sehen. Jede Bewegung setzt sich durch den ganzen Körper fort und so können sich Störungen unterschiedlichster Art entwickeln.

Oft kommt es so zu Schonhaltungen, verursacht durch Entzündungen z.B. des Nervengewebes.

Bereits 2006 ergab eine Studie des Department of Surgical Sciences, School of veterinary medicine an der Universität von Wisconsin-Madison, dass Hunde, die mit einem Halsband geführt werden, häufiger zu grauem Star neigen.

Für Hunde die unter einer Erhöhung des Augeninnendrucks leiden, kann das Tragen eines Halsband katastrophale Folgen haben.

Ein weiteres, wichtiges Organ, das durch die Manipulationen über das Halsband erheblich in Mitleidenschaft gezogen wird, ist die Schilddrüse unserer Hunde.

Bereits 2003 ergab eine Studie der Piedmont Pathology, Hickory, North Carolina, dass Menschen bei einem Autounfall durch den Sicherheitsgurt Verletzungen an der Schilddrüse erlitten. Der Sicherheitsgurt in unseren Autos verläuft auch bei uns, wenn wir angeschnallt sind, über die empfindliche Hals-partie. (Nachzulesen bei: Dickey, Parker and Feld, Endocr Pract 2003, Jan-Feb; 9 (1): 5-11) Identisch verhält es sich mit dem am Halsband laufenden Hund.

(c) die Treibballschule, das Originl von Bärbl Runggaldier

Unterschied zwischen Halsband und Geschirr eines ziehenden Hundes. Deutlich zu sehen ist der Druck beim Tragen eines Halsbandes auf den Halsbereich.

(c) die Treibballschule, das Original von Bärbl Runggaldier

Meine Hunde haben alle um den Hals Zeckenbänder, keine Halsbänder!

(c) die Treibballschule, das Original von Bärbl Runggaldier

Das Schulterblatt darf nicht eingeschnürt sein. Dieses Geschirr sitzt locker!!, etwas schwer sichtbar auf dem Bild. Geschirre sollen nicht einengen,  das Schulterblatt braucht Bewegungsfreiheit.

Zusammengefasst hier einige Symptome unter denen Hunde leiden, wenn sie am Halsband geführt werden:

Verletzungen des Kehlkopfes

Kehlkopf und Halsmuskulatur bleiben durch das Tragen eines Brustgeschirrs ebenfalls unbelastet. Das Tragen eines Halsbandes dagegen belastet beides sehr stark. Durch den Zug des Halsbandes werden sowohl der Kehlkopf, als auch die oberen Atemwege beeinträchtigt. Kehlkopfquetschungen sind leider gar nicht so selten. Die einzige Möglichkeit für den Hund Kehlkopf und Atemwege freizuhalten besteht darin, die Halsmuskulatur stark anzuspannen und so das Halsband durch die Muskulatur von diesen Organen fernzuhalten. Muskelverspannungen sind dadurch nicht aufzuhalten.

In diesem Muskelbereich liegt auch der Unterkiefer, die Zunge, der Schlund und das Brustbein, die mit den Muskeln und den knorpeligen Verbindungen direkt mit dem Halsbereich verbunden sind. Folgen, die in diesem Bereich durch tragen des Halsband entstehen, vor allem mit dem ständigen Zug der ausgewirkt wird, kann man sich denken. Schluck- und Kaubeschwerden können das Ziehen mit dem Halsband die Folge sein.

Beeinträchtigung der oberen Atemwege

Ständiges Husten, Röcheln und Keuchen sind durch die Halsverletzung, oder besser gesagt durch Verletzungen der Weichteile nicht selten. Zu beachten ist, dass Weichteile aus Bindegewebe bestehen, welche mit dem ganzen Körper verbunden sind. Dadurch kann es zu Symptome auf einen ganz anderen Bereich des Körpers kommen wo wiederum die Ursache, Druck auf dem Hals, nicht erkannt wird.

Schwindel, Seh- und Wahrnehmungsstörungen

Klinische Studien haben ergeben, dass die dadurch entstehenden Verspannungen in der Halswirbelsäule zu der gleichen Symptomatik wie beim Menschen führen: Kopfschmerz, Schwindelgefühl, Übelkeit, Konzentration und Wahrnehmungsprobleme, Müdigkeit und Nervosität, Zahnschmerzen, oder Schmerzen im Maul-, beim Menschen im Mundbereich, Augen und Ohrendruck, Schmerzen in der Wirbelsäule, welche zu Lahmheit vor allem im vorderen Körperbereich führen können. Schonhaltungen, um den Druck des Halszuges zu umgehen, wurden auch beobachtet. Im Gegensatz zu uns kann der Hund sich jedoch nicht mitteilen, er kann uns nicht sagen: Heute ist mir schwindelig und ich habe Kopfweh. Dieses beständige Unwohlsein und die andauernden Schmerzen sind oft für aggressives Verhalten verantwortlich.

Augenprobleme

Auch Hunde haben Grauen Star, erhöhten Augendruck und andere Erkrankungen der Auges, welche durch den ständigen Zug des Halsbandes ausgelöst oder verstärk werden können. Es kann zu verengten Pupillen oder Hängen der Augenlieder kommen, was einem Laien oft gar nicht auffällt. 5

 

Bei ständigem Druck auf den Hals arbeitet die Schilddrüse
nicht mehr richtig, ebenso Arterien, Hirnnerven, Venen, Speiseröhre, Lymphknoten und Luftröhre. Es entstehen Probleme, die man nicht sofort erkennt und zuordnen kann. Eine abgerissene Kralle, oder einen Bruch kann man sehen und entsprechend verarzten. Eine Krankheit oder ein "Defekt" der obengenannten Weichteile wird oft erst dann entdeckt oder behandelt, wenn es schon zu spät ist.

Schmerzen am gesamten Bewegungsapparat,

speziell der Wirbelsäule

Bandscheibenvorfälle sind oft der Grund von Beißvorfällen, die der Mensch ganz fehl interpretiert. Die Schmerzen führen aber zu einer Abwehrhaltung..

Gleichgewichtsstörungen

Kopfschmerzen

werden sogar bei Menschen durch das Tragen schwerer Halsketten oder schwerer Rucksäcke ausgelöst. Der Menschen hat jedoch den Vorteil, dass er eine Lösung und Behebung der Schmerzen finden kann. Der Hund hat keine Möglichkeit, sein Wohlbefinden eigenständig zu verbessern. Folgen können unkonzentriertes Arbeiten, Schlappheit, Müdigkeit, Resignieren oder Aggression des Hundes zur Folge haben.

Kommunikationsprobleme zwischen Mensch und Hund

Der Hals als soziales Organ des Hundes sollte vor unnötigen Einwirkungen geschützt werden. Der Hals spielt in der taktilen Kommunikation der Hunde eine wesentliche Rolle:

Berührungen an der Oberseite des Halses drücken in der Hundesprache Dominanz aus. Berührungen an der Unterseite des Halses dagegen Subdominanz/Unterwerfung. Die Seitenpartien des Halses sind nur ganz guten Freunden vorbehalten (Pflegeverhalten). Trägt der Hund ein Halsband stumpft die Empfindsamkeit für diese Signale ab, da der Hund praktisch ständig irgendwo am Hals Impulse erhält.

Das Chaos, Gezupfe und Herumfuchteln mit der Leine,das Menschen oft veranstalten führt zur Übermittlung von einer Anzahl von Signalen, was irgendwann den Hund abstumpfen lässt und ihn dazu zwingt, seinen Menschen nicht mehr ernst zu nehmen, er stumpft ab und reagiert nicht mehr.

 

Falsche Informationen bringen Ärger, das wissen wir aus unserem Berufsleben sowie im sozialen Bereich, also auch mit Hunden.

Druck auf den Menschenhals bringt Beklemmung und Angst mit sich.

Die Gefahr von Fehlverknüpfungen ist beim Führen des Hundes am Halsband sehr hoch. Unter anderem lernen Hunde über Assoziationen. Assoziation heißt, dass der Hund einen Reiz, den er gerade wahrnimmt mit dem Gefühl das er gerade hat, in Verbindung bringt. Das bedeutet, dass das was der Hund als Reiz wahrnimmt, gedanklich mit all den zeitgleich passierenden Empfindungen verbunden wird.

Beispiel: Sieht der Hund gerade ein Kind und gerade in diesem Augenblick wird mit dem Halsband auf seinem Körper Druck ausgeführt, verbindet er es mit dem Anblick des Kindes, was ihm Kinder nicht gerade sympathisch macht, sondern die Vorstellung, Kinder -> bedeutet Ruck am Hals -> Schmerzen.

Ebenso am Beispiel der Leinenaggression gegenüber Artgenossen ist das einfach zu erklären. Ihr Hund sieht einen Artgenossen. Weil er den anderen Hund gern begrüßen würde, oder flüchten will, zieht er an der Leine. Im schlimmsten Fall rucken Sie Ihren Hund zurück. Schnell lernt Ihr Hund: Oh, immer wenn andere Hunde in meinem Blickfeld erscheinen, bekomme ich keine Luft mehr und ich habe Schmerzen...

Manche Hundehalter halten ihre Hunde in diesen Begegnungen so kurz, dass die Hunde nach oben gezogen werden, oder sogar auf den Hinterbeinen laufen. In diesem Fall ändert sich die Körpersprache ihres Hundes gravierend. So manche, ausgewachsene Leinenaggression hat so ihren Anfang genommen.

Über die Halsregion regeln Hunde deutlich ihre sozialen Bedürfnisse, negative (u.a. Streit, totschütteln) wie positive (u.a. Pflege, Zärtlichkeit). Wenn wir Menschen unkontrolliert am Hals rucken, bauen wir beim Hund bestimmt kein soziales Vertrauen auf. Für ihn wird somit eine Kommunikation unmöglich.

Diese recht unangenehmen Auswirkungen durch das Tragen eines Halsbandes, versucht der Hund sich oftmals zu entziehen. Wodurch versucht er das? Durch Flucht nach vorn und so entsteht das Ziehen an der Leine. Viele Menschen versuchen nun dem Hund durch Leinenruck dieses Ziehen abzugewöhnen. Der unangenehme Leinenruck wird vom Hund, da er einen Impuls an der Halsunterseite bekommt, als plötzlicher Angriff angesehen und löst so eine erneute Fluchtreaktion aus. Häufig gibt es aus diesem Kreislauf kein Entkommen mehr. Durch das Tragen eines Brustgeschirrs wird dieser unangenehme Druck vom Hals des Hundes genommen. Bei ca. 20% der Fälle gibt sich das Ziehen durch das Tragen eines Brustgeschirrs von ganz allein, mit dem entsprechenden Programm zur Leinenführigkeit ist dem Hund das Ziehen an der Leine auch ohne Leinenruck abzugewöhnen.

Nicht zu verachten ist, dass sich auch die Körpersprache beim Hund wesentlich durch das stark an der Leine ziehen oder gezogen werden stark verändert, was anderen Hunden nicht als eindeutige Körpersprache seitens des Hundes angezeigt wird. Im Gegenteil, diese nach vorne gezogene Haltung wirkt provokativ und Kampf ansagend. 7

 

Das Tragen eines Brustgeschirrs birgt viele Vorteile.

Durch den auf dem Rücken liegenden Steg können Sie den Hund viel besser und schneller festhalten. Dieser Griff ist, besonders bei langhaarigen Hunden viel besser zu erreichen als ein Halsband das irgendwo im dichten Fell liegt. Für den Hund ist das Halten am Rückensteg ebenfalls viel angenehmer. Verletzungen an der Hand des Hundehalters durch einen sich im Halsband windenden Hund werden vermieden.

Hundebegegnungen sind mit einem Geschirr besser kontrollierbarer, als wenn man ins Halsband greifen muss. In den Nacken fassen, bedeutet für den Hund Angriff, was dann zu der unangenehmen Hundebegegnung noch mehr Druck aufbaut, was auch zu einer noch größeren Abwehr führen könnte.

Müssen Hunde aus einer Gefahrensituation herausgezogen werden, geht das am Geschirr bedeutend besser als würgen, ziehen und zerren am Halsband. Muss man einen Hund aus einem Loch oder Wasser ziehen, könnte das Halsband über den Kopf schlüpfen oder der Hund gedrosselt werden, was beim Geschirr nicht so leicht passiert. Wir legen den Sicherheitsgurt vom Auto doch auch nicht um unseren empfindlichen Hals, warum dann beim Hund???

Viele Hundehalter haben die Befürchtung, sie können am Geschirr ihren Hund kräftemäßig nicht halten und ziehen deshalb das Halsband vor. Ich bin aber der Meinung, dass das Führen des Hundes Erziehung und Führtechnik ist, nicht ein Kräftemessen. Wenn man zum Halten des Hundes darauf angewiesen ist, ihm die Luft abzuschnüren, dann ist von Vornherein was falsch gelaufen.

 

Beim Kauf und Anpassen eines Brustgeschirrs sollten folgende Dinge beachtet werden.

- Es sollte aus weichem, leichten und reißfesten Material sein, das sich dem Körper anschmiegt. Das Material und auch die Nähte und Schließen dürfen nicht einschneiden. Nylongeschirre mit Polsterung haben sich besser bewährt als Ledergeschirre.

- Das Material sollte weich, haltbar und waschbar sein.

- Die Verschlüsse sollten sicher, strapazierfähig und der Körperform angepasst sein (abgerundet).

- Der Rückensteg sollte fest vernäht sein, damit er beim Laufen nicht hin und her rutscht.

- Das Geschirr sollte seitlich zu öffnen sein, damit der Hund nicht mit der Pfote “einsteigen” muss. Dies kann bei Verletzungen, oder alten Hunden zum Problem werden. Es soll so sitzen, dass locker die Hand unter das Geschirr passt, bei kleinen Hunden 2 Finger. es darf auch nicht vorne auf das Brustbein drücken.

- Der Rücken- und der Bauchsteg sollten lang genug gearbeitet sein. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang die Verstellbarkeit des Bauchsteges. Ist er zu kurz, kommen die Seitenteile zu nah hinter den Ellbogen hoch und können dort scheuern.

- Die Breite der werden Gurte sollte dem Gewicht und der Größe des Hundes angepasst sein.

- Manche Hunde, die das Tragen eines Brustgeschirrs noch nicht gewohnt sind, knabbern gern an den Stoffgurten herum. Deshalb den Hund besonders in der Gewöhnungsphase nicht mit dem angezogenen Geschirr allein lassen, es immer nur unmittelbar vor dem Spaziergang anlegen und sofort nach dem Spaziergang wieder abnehmen.

- Daheim und über Nacht soll das Geschirr ausgezogen werden.

Es ist für uns Menschen eine Verantwortung den Hund vor den oben genannten Schäden zu bewahren.

www.dietreibballschule.de
Bärbl Runggaldier

verwendete Quellen:

Sabine Harrer, Physiotherapeutin, www.dogs-physio.de
Ilustrations courtesy of Anne Corless @Dog Games Ltd.
Clarissa v. Reinhardt, www.animal-learn.de

Best Friends, Silvia Weber
Kind und Hund
Bärbl Runggaldier, die Treibballschule
 

Das ABC von "die Treibballschule"

ABC oder Teile daraus dürfen gerne unverändert mit meinem Namen

"Copyright Bärbl Runggaldier, www.dietreibballaschule.de"
weitergegeben werden. Diesen Hinweis immer bitte dazu schreiben.

 

A - wie ANFANG, wie aller Anfang ist schwer, deshalb empfehle ich Treibball mit einem qualifizierten, erfahrenen Trainer zu lernen. Üben kann man dann weiter alleine, aber gerade die ersten Schritte sind die wichtigsten und gravierende Fehler können so vermieden werden.

 

B - wie BRAVO!!!! vergesst das LOBEN nicht, unsere Hunde tun so viel tolle Dinge für uns, es ist nicht Alles selbstverständlich. Meine Devise: IGNORIERE was Dir nicht gefällt und LOBE "oberaffengeil" was Dir gefällt.

 

C - wie CHAOS Es ist manchmal schwierig, Stress, Arbeit, Sorgen...... in den Hintergrund zu bringen, wenn wir mit den Hunden arbeiten wollen -> dann macht doch mal einen arbeitsfreien Tag mit dem Hund, er spürt eh, wenn wir nicht konzentriert bei der Arbeit mit ihm sind. Oder, wir arbeiten mit dem Hund und haben ein Chaos bei der Ansage des Signals, der Ausführung. Oder, der Hund versteht absolut nicht was wir von ihm wollen. Oder, der Hund bietet uns alles an was er kann. DANN IST ES BESSER: Wir sortieren unseren Kopf und überlegen nochmal wo "links und rechts" ist. Wir überlegen, wie wir deutlicher das Signal geben könnten, verbal und körperlich. Wir geben nicht immer dem Hund die Schuld, er könnte ja auch krank, verletzt sein. Wir geben verständlichere Wortwahl. Wir kontrollieren unsere Körperhaltung. Wir arbeiten an einem anderen Platz. Wir üben schwere Signale erst daheim, in der sicheren Umgebung. Wir schließen Zuschauer aus. Wir fangen nochmal von vorne mit einer Übung an Wir gehen einige Lernschritte zurück und vereinfachen die Übung.

 

D - wie DUMMY
Der Jagdinstinkt eines Hundes ist für die Nahrungsbeschaffung zuständig welche aus hündischer Sicht lebensnotwendig ist. Da dieser Instinkt vorhanden ist und auch befriedigt werden möchte, lenken wir die Aufmerksamkeit auf uns, indem wir die Jagd mit einer Ersatzbeute beginnen, dem Futterbeutel, auch Preydummy genannt. Der Futterbeutel ist ein Leinenbeutel der einem Schul/Schlampermäppchen ähnelt. Die Beutel mit denen ich arbeite fülle ich mit Trockenfleisch von Properdog. Ich finde die Dummies von Natural Dogmanship am Besten, es gibt verschiedene Größen, der Klettverschluss hält besser als bei anderen Marken...
Nach ein paar Tagen der Bekanntmachung, durch füttern aus dem Futterbeutel, kann die erste Jagd beginnen. Der Futterbeutel ist kein "Leckerli-Beutel". Ist die gemeinsame Ersatzjagd erst einmal aufgebaut so ist das Repertoire an Möglichkeiten fast unendlich: Man kann den Beutel werfen um ihn apportieren zu lassen, einfach verstecken, schwierig verstecken mit kleinem Hindernissen, eine spannende Hetzjagd kreieren, über Bäume im Wald jagen, Fährten legen, unter Moos verstecken hoch hängen, dass der Hund ihn herunterziehen kann so hoch hängen, dass der Hund uns dazu holen muss...........
Zum Arbeiten, Jagen im Wald bzw. unterwegs nehme ich die Dummies die mit getrocknetem Fleisch ( von ProperDog Spessarthirschli zum Beispiel) gefüllt sind, was die Hunde aber nicht bekommen, wie schon oben beschrieben, der Dummy ist kein Leckerlibeutel. Sollte aber mal ein Hase, Reh oder ein anderer jagdlicher Reiz über die Quere kommen, würde der Trockenfleischdummy in die andere Richtung geworfen. Entscheidet sich Hund für meinen / unseren Dummy nicht für den Hasen, dürfte er sofort den Trockenfleischdummy, unseren "Hasen" leer fressen.
Der letzte Beutel den die Hunde erarbeiten, ist bei mir der Futterbeutel (ich habe das rohe Fleisch in einem Plastikbeutel drin), den die Hunde dann suchen, oder die oben genannten Übungen machen, mir bringen,
ich öffne ihn "reiß den Hasen auf", schnüffel selbst mal rein und gebe den geöffneten "Hasen" zum Leerfressen frei. Danach geht es heim, wird geschlafen und verdaut = natürliches Verhalten -> jagen, fressen, schlafen.
"Fressen wir gemeinsam"
Man könnte auch den Dummy mit Korken füllen (ideal für Wasserarbeit), aber die "Reserve", das Trockenfleisch ist mir wichtig. Es gäbe noch viel drüber zu erzählen, denn die Arbeit mit Dummy / Futterbeutel macht richtig Spaß, für Mensch und Hund. Es gibt keine langweiligen Spaziergänge mehr!!!!!!

 

E - wie EIGENART Wir Menschen sollten uns dran gewöhnen, dass jeder Hund seine Eigenart hat, aber auch was Einzigartiges ist. 3 Hunde bedeuten für mich, 3 ganz eigene Hunde zu haben. Eine, die sehr überlegt, nach den Sinn fragt und ihren eigenen Kopf hat. Eine, die immer fleißig ist und "will to please" immer ausstrahlt. Eine, die viele Ideen hat und im Popo eine Springfeder. Jede ist einzigartig und liebenswert auf ihre Weise, keine will je was böses, nur haben wir halt miteinander oft andere Ansichten, eine Diskussion wird auslöst. ABER!!! ohne Diskussion keine Kommunikation und ohne Kommunikation keine Emotion und ohne Emotion keine Beziehung, ohne Beziehung SEHR EINSAM!!!!!

 

F - wie FREIHEIT Freiheit, was bedeutet das für unsere Hunde, wollen sie Freiheit oder wollen sie von uns geführt werden? Was wollen wir? Ihnen Freiheit geben? Was heißt Freiheit? Für mich ist Freiheit ein zweischneidiges Schwert, denn Freiheit bedeutet auch für mich, den Hund machen lassen was er will. Er darf entscheiden. Den Hund entscheiden lassen, dazu muss das Außenfeld von uns kontrolliert und abgesichert sein. Denkt aber auch daran, zu viel entscheiden lassen heißt auch den Hund
keine Sicherheit geben. Zuviel Freiheit heißt auch, dass wir dann mit der Entscheidung vom Hund leben müssen und ihn nicht mal entscheiden lassen, weil wir heute mal es wollen und morgen wird er für die gleiche Tat bestraft. Bitte überlegt Euch, wie Ihr Freiheit versteht und regelt, aber bitte niemals zum Nachteil für unsere Pfoten.

 

G - wie GEDULD, ist für viel Situationen im Leben wichtig und gerade in der Hundeerziehung wird sie viel von uns abverlangt. Oft haben wir keine Zeit, Stress, Alltag, Arbeit, alles sollen wir auf die Reihe bekommen uuuunnnnddd dann noch den Hund / die Hunde. Hunde sind die besten Freunde, sie haben Verständnis und können auch mal mit weniger Zuwendung zurechtkommen. Natürlich nicht ewig, aber kurzzeitig sicher. Hunde haben sehr viel Geduld mit uns. Denken wir dran, nicht nur wir müssen Geduld haben oder lernen. Geduld heißt doch nichts anderes als Verständnis haben, sei es vom Menschen aus oder vom Hund. Wann brauchen wir Geduld? Wann unser Hund? Wenn wir an der Erziehung mit dem Hund arbeiten - sind wir deutlich genug für unsere Pfoten, passt das Umfeld...? Wenn wir mit dem Hund sporteln, Agi, Turniersport, Treibball oder einen Trick ihm lernen wollen - hat der Hund vielleicht Schmerzen, oder heute keine Lust? Wenn wir ins Restaurant mit dem Hund wollen - sind da nicht verdammt viele Gerüche da unterm Tisch? Wenn wir mit Hund in Urlaub fahren - ui, ui, für den Hund fremde Umgebung, alles neu, fremde Reviere, lange Autofahrt. Wenn wir daheim putzen wollen und unser Hund läuft ins frisch Gewischte - findet der Hund einen frisch geputzten Boden schön oder wichtig, macht er es weil er uns ärgern will? Wenn wir Besuch bekommen - Menschen verhalten sich oft für unseren Mitbewohner bedrohlich. Wenn wir durch den Wald laufen - puh, da riecht der Hund schon lange vor uns die guten Hasen, Rehe... und wenn wir so langweilig sind, kann man so toll hinterher hetzen. Wenn wir an der befahrenen Straße unser "Gassi gehen" laufen - für den
Hund düsen riesengroße Autos direkt an ihm vorbei und stinken auch noch so eklig, für die feine Hundenase schrecklich. Wenn wir telefonieren während wir mit dem Hund unterwegs sind - für den Hund - 1000 Fragezeichen was wir da reden. Die Liste könnte sehr, sehr lang werden. Oft setzten wir unsere Ansprüche an uns und den Hund zu hoch. Denken wir doch öfters mal dran, dass unsere Hunde so viel für uns tun, also sollte unsere Geduld doch selbstverständlich sein, egal was wir mit dem Hund unternehmen oder arbeiten.
-Leine bringen, dabei unterscheid sie genau ob das Signal "Leine sit" oder "Leine bring" heißt, die Betonung liegt auf "bring" oder " sit" Es gibt so viele Gelegenheiten, den Hund mit einzubeziehen, man muss sich nur was einfallen lassen und G - wie Geduld haben, es dauert halt oft etwas länger als wenn man es selbst macht.

 

H - wie HILFE / HAUSHALTSHILFE
Wir vergessen so oft, den Hund mit als Haushaltshilfe einzubeziehen. Heute durfte Alika den Autoschlüssel tragen, sie war stolz wie Harry.
Das Tragen, erleichtert ein kleines 2cm breites Band, etwa 10cm lang, denn die meisten Hunde mögen kein Metall ins Maul nehmen. Alika war soooooo stolz, war süß anzusehen uunnnnddd sie wurde natürlich feste gelobt. -Weiter lass ich meine zusammengelegten Socken ins Schlafzimmer bringen. -Schmutzige Geschirrtücher vor die Kellertreppe legen. -Plastikflaschen oder Milchtüten mit in den gelben Sack tragen. -Wenn was unterm Tisch liegt mit Signal "bring........ Papier z.B." aufheben.

 

I - wie INFORMIEREN,
ich bin immer wieder erstaunt, wer sich alles TRAINER nennt, das hat mich gerade dazu bewogen alle Hundemenschen dazu aufzufordern, bevor sie eine Hundeschule, ein Seminar oder einen Trainer/in besuchen, sich zu INFORMIEREN, welche Ausbildung er / sie hat / haben. - Hatte ich heute eine Anfrage für die "Treibball rockt" Gruppe von einem jungen Mädchen, das bei Ihrer Berufsausbildung stehen hat "arbeitet als Hundeflüsterin", also ich frag mich da schon????? - Nächstes auch heute: Besuch bei Kindern mit Hundetrainern........
Frage, welche Ausbildung, wie schnell bekommt man diesen Titel????? Nur weil man Hund/e hat, eine Gruppe Kinder besucht, selbst Hundesport macht, ist man kein Hunde-Trainer!!!!! - Nochmal heute: Es wird nach einem Seminar für Körpersprache gefragt, was wird empfohlen, es gibt doch Frau ............ die selbst von sich behauptet, dass sie sich autodidaktisch als Trainer fortgebildet ????? HALLO???? Schaut mal bei einem Training zu, beobachtet die Trainerin, die Schüler und vor allem die Hunde.
Lest die Homepage genau durch, welche Fortbildung, Ausbildung.
Wie arbeitet die Trainerin, was benutzt sie..............

 

J - wie JAGEN,
ein heikles und langes Thema, das ich nur anreißen kann und will. Der Jagdinstinkt steckt in jedem Hund, bei einem mehr, bei einem weniger, einer will hetzen, einer würde reißen. Die Einen beherrschen die volle Jagdsequenz bis zum Töten, die anderen freuen sich über einen Hormonschub und werden eventuell süchtig. Wir können einen Instinkt /Genetik nicht wegzaubern, wir können beides aber lenken. Ich hatte eine erfolgreiche Jägerin, unsere Huskydame Kira, die unserer Cleo das Jagen "artgerecht " beigebracht hat. Es war harte Arbeit Cleo das Jagen wieder einigermaßen abzugewöhnen, es ging mit Futterbeutel. Hier nochmal zu der Aussage "wer seinen Hund nicht beherrscht soll es gleich ganz gehen lassen". Diese Aussage ist schlichtweg falsch, hochnäsig und frech, gerade Anfängern gegenüber. Man beherrscht NIEMALS seinen Hund. Ich habe es nie und werde es nie, denn letztendlich sind es keine Maschinen. Die Situationen sind genauso unberechenbar, unbeherrschbar, wie wir Menschen, wie unsere Hunde!!!! Der Jagdinstinkt beim Hund ist das beste Beispiel dafür! Wir, "gehen gemeinsam auf Jagd", der Futterbeutel ist unser Jagdobjekt und am Ende der Jagd wir daraus das Fleisch, der Hase(fleisch), das Reh(fleisch), der Fisch, das Rindvieh gefressen.
Ebenso ist bringen von Schuhen, Geschirr, oder Leine bevor man unterwegs geht ist eine "Ersatzjagd" Oder, im Haushalt: Kann man sich das Handy suchen und bringen lassen, zusammengelegte Socken in einen Korb legen lassen, Untersetzer aus der Küche holen und bringen lassen..... dies ist auch eine Art von Jagd. Durch solche Aufgaben wird der Hund aktiv in seinem Jagdbedürfnis befriedigt, in die Gemeinschaft integriert und bekommt ein Gefühl von Sicherheit und Gemeinsamkeit.
Unsere "Spaziergänge" sind spannend, aufregend und alles andere als langweilig. WENN MAN GEMEINSAM JAGEN GEHT ist es kontrollierbar. Wichtig für mich ist, dass wir den Hund schützen, damit er unterwegs (im Wald - Tiere, auf der Straße - Autos, auf dem Weg - Jogger) nicht auf "Jagdgedanken" kommt. Entweder wir beschäftigen uns gemeinsam - GEMEINSAMES JAGEN oder wir leinen den Hund an!!!! Natürlich darf er auch mal sich selbst beschäftigen, schnüffeln, aber dann auch bitte von uns kontrolliert. Ist der Hund abrufbar, kann er frei laufen, wenn nicht, dann bitte mit Schleppleine oder kurze Leine eingrenzen. 100% werde ich aber meinen Hund/e nicht berechnen können und es gibt immer noch die Möglichkeit "blöd gelaufen", wobei man mit dem Üben NIE aufhören darf gegen selbstständiges Jagen zu arbeiten.

 

K - wie KÖRPERSPRACHE
Körpersprache, die verflixten kleinen Bewegungen, die Gewichtverlagerung, die Konzentration, die Selbstbeherrschung, die GENAUIGKEIT, auf die es ankommt. Unsere Hunde sind Genies uns zu beobachten. An unseren Gerüchen erkennen sie, wie wir drauf sind. An unserer Mimik wissen sie unsere Verfassung. Sie sind Künstler zu erahnen, was der ungeschickte Mensch von ihnen will. Sie können unsere Fehler ausbaden, indem sie alle Augen und Hühneraugen, mmmhh Hühnerpfoten uns zu Liebe zudrücken und trotz
unserer Fehler doch das tun, was wir uns wünschen, ihnen ansagen. Wollen wir doch versuchen, unseren Hunden die Arbeit zu erleichtern, indem wir mal uns und nicht ständig den Hund, korrigieren. Wie stehen wir beim Signal "sitz" ? Beugen wir uns nach vorne auf den Hund? -> Fehler: Wir erdrücken den Hund. Wir müssen ihm Freiraum, Luft geben, damit er sich vor oder neben uns hinsetzen kann. Wobei das "Vorsitzen" sehr unhündisch und unanständig in der Hundewelt ist. Frontal ist für den Hund unangenehm, sogar Kampfansage. Wie würden wir einen Elefanten begegnen, bestimmt nicht frontal, aber vom Hund verlangen wir es??? Wir sind sehr groß für die meisten Hunde. Sie werden mit uns Menschen nicht "kämpfen", aber für viele Hunde ist frontal unangenehm, sie zögern sich hinzusetzen, sie gehen einige Schritte zurück -> dafür werden sie wieder von uns korrigiert ?? Wie reagieren Hunde, wenn ein Hund frontal auf sie zukommt. Der eine erwidert die Kampfansage, die anderen laufen einen Bogen, andere reißen aus, die anderen bellen. Freude kommt nicht auf. Wie verlangen wir "down, oder platz" ? Hier dürfen wir uns nach vorne beugen, und drücken mit unserem Körper den Hund zu Boden. Allein schon ein Ausfallschritt mit vorgebeugtem Oberkörper, auf den Hund zu, kann dem Hund helfen sich ins Down zu legen. Das heißt aber nicht, dass wir den Hund bedrängen . Auf angemessenen Abstand ist zu achten. Wie verhalten wir uns wenn der Hund uns einen Dummy, Spielzeug... bringt? -> wir laufen einige Schritte nach hinten und rennen niemals auf ihn zu. Wie verlange ich , dass der Hund auf meine linke Seite sich stellt, Anfangs eventuell mit Hilfswerkzeug, Spieli, Dummy , Leckerli (wenn es sein muss ;-)) > Ich drehe meine Kopf seitlich nach links zum Boden schauend. Dadurch geht meine Schulter auch in Richtung Boden, auf den Punkt, auf den sich der Hund setzen soll. Ich schaue den Hund dabei nicht an, sondern nur den Punkt, auf den sich der Hund hinsetzten soll. Schauen wir auf den Hund, diskutieren wir mit ihm. Wer den längeren Atem hat, gewinnt. So darf es nicht sein. Natürlich nicht das Loben vergessen, sobald sich der Hund neben uns hinsetzt. Reißen wir beim Lob die Arme hoch, wird er aus dem Sitz leider wieder von uns mitgerissen. Ruhig und leise loben ist angemessen. Vergessen wir auch nicht unsere Mimik, die der Hund genau zu deuten weiß. Also lachen, wenn wir uns freuen, Stirn runzeln wenn wir uns ärgern, nicht grimmig gucken und dabei den Hund loben. Das sind nur wenige Beispiele unserer ungenauen Körpersprache. Beobachten wir doch mal unsere Hunde, wie gehen die mit einander um?
Sehr viel an Körpersprache könnten wir von den Hunden lernen. Es wird sehr viel körperlich geregelt, nicht mit langen ausführlichen Sätzen, die wir Menschen gerne benutzen. Wenn ich mich freue über einen meiner Hunde gehe ich in Hocke und empfange sie sogar mit ausgebreiteten Armen. Wenn ich mich ärgere, bau ich mich auf, stemm sogar die Hände in die Hüften. So werde ich niemals dastehen, wenn ich mich über meinen Hund freue, wenn er etwas toll gemacht hat. Wenn ich mit dem Hund spiele, werde ich es am Boden tun, nicht in der Luft, da er mich sonst anspringt. Achten wir auf unsere Körpersprache, beobachten wir mehr unsere Hunde, erleichtern wir dem Hund das Zusammenleben und Zusammenarbeiten mit uns.

 

L - wie LOBEN LERNEN
Loben - klar loben wir, klar streicheln wir, klar gibt es Leckerli, wir werfen Spieli, Futterbeutel......... Frage?????? Werdet Ihr, wenn Ihr kocht, täglich zur Arbeit fahrt, fleißig ward; auch so oft bezahlt, gelobt???? Wir vergessen zu oft, dass der Hund doch schon belohnt wird, wenn wir mit ihm arbeiten, mit ihm spielen. Beispiel Treibball -> Ball stupsen: Hund stupst den Ball -> Mensch lobt verbal, mit hoher Stimme, freut sich in seiner Mimik und Gestik, streichelt den Hund, wirft Spieli oder Futterbeutel, gibt Leckerli..... -> das sind 6 Lobs auf einmal?????? -> bekommt Ihr auch 6 x Gehalt????? BITTE geht mit LOB minimalistischer um und macht keinen "Affen" ständig für Kleinigkeiten und die Betonung liegt bei ständig. Man hat sonst keine Reserve mehr, wenn der Hund was richtig toll macht, höchstens Kopfstand machen, aber dann landet Ihr wo anders . Ein leises fein, ja super, guuut, klasse, weiter so......... reicht, ohne Leckerli. Meine Leckerlibedenken sind die ÜBERSÄUERUNG des Magens, der bei jedem Leckerli denkt: prima, Futter kommt, Magensäure produzieren, puh, war nix, war nur ein Leckerli, Magen fährt wieder runter, nächstes Leckerli,
wieder das gleiche Spiel für den Magen, Magensäure produzieren........... kann sich doch jeder vorstellen, dass der Magen irgendwann übersäuert wird -> Krankheiten entstehen??? L - wie LEISE LOBEN!!!! Wenn meine Cleo nicht auf einen anderen Hund bellend zuläuft, dann mach ich den Affen. Wenn Machui mir den Dummy sofort bringt und nicht erst einbuddelt, dann mach ich den Affen und wenn Frau Anständig den mal nicht bellt, wenn ich den Ofen anschüre (wie haben nämlich alle ein wenig in der Waffel) dann mach ich auch den Affen. ABER dann wissen meine Hunde genau, dass das was Besonderes ist, weil ich sonst nicht da stehe und bei jeder Kleinigkeit die Hände hoch reiß, den Braten / Leckerli aus der Tasche ziehe, den Jackpot verteile, und ihnen ein Lied vor Freude vorsinge (was bei meinem Gesangstalent bestimmt kein Lob wäre ;-))

 

M - wie MOTIVATION, motivieren
Motivation heißt das Bestreben nach einem Ziel Wenn wir Hunde haben, wollen wir motivieren? Oder gehen wir nur mit den Hunden raus, damit sie sich lösen können, damit wir an die frische Luft kommen, damit er rennen und schnüffeln kann, haben wir einen Hund weil es Mode ist, weil es so viele Auslandshunde / Tierheimhunde gibt, weil wir unsere Streicheleinheiten loswerden wollen??????? Warum motivieren? Weil wir von etwas überzeugt sind, weil wir gemeinsam Spaß haben wollen, weil wir etwas jemanden lernen, beibringen wollen, weil wir jemanden überzeugen wollen, weil wir gemeinsam etwas arbeiten wollen, weil wir den Hunden eine artgerechte Beschäftigung, Leben geben wollen????
Motivieren ist nicht einfach, da gehört Einer der motiviert und Einer, der sich motivieren lässt dazu. Wenn diese 2 Parteien einig sind, dann kann man motivieren, seine Überzeugung weitergeben. Die MOTIVATION hängt von verschiedenen Faktoren ab: Von unserem Können, unserem Wissen, unserer Ausdrucksweise, von unserer Zeit, Geduld, Verhalten, Überzeugungskraft, unserer Liebe, unser Verständnis für den Anderen, unserer Körperhaltung, unserer Einstellung, von unserem Spannungsaufbau, von unserer Deutlichkeit........... Wie können wir motivieren? Sind wir langweilig oder spannend? Erklären wir deutlich oder undeutlich? Kann es der Andere verstehen oder reden wir unverständlich? Haben wir Spaß dabei oder wollen wir nur Geld verdienen???? Welche Möglichkeiten habe wir um zu motivieren? Zeit haben, verbale Ausdruckweise, deutliche Körpersprache, spannende, ausdrucksvolle Mimik, Bewegung, Einfallsreichtum, Flexibilität, Spielzeug, Zeit haben, Dummies und wenn es sein muss Futter, Leckerli.............. MOTIVIEREN heißt mit einem anderen Lebewesen etwas GEMEINSAM ARBEITEN, ERARBEITEN, LERNEN, VERBREITEN, KOMMUNIZIEREN!!!! VIEL SPASS BEIM MOTIVIEREN mit viel MOTIVATION!!!!!

 

N - WIE - NEIN, NICHT, NO
"NO", das ist unser Abbruchsignal! Die "Abbruchsignale" sagen dem Hund ACHTUNG ! unterbrech den
"Mist" den du gerade machst. Sind also Zwischensignale, d.h. es folgt ein WEITERES Signal, damit wir den Hund nicht im "Regen" stehen lassen, sondern geben ihm einen "besseren" Auftrag. Die Hunde dürfen etwas falsch machen, wir sagen, unterbrechen mit "nooo" und geben dann dem Hund die Chance, wieder Etwas richtig zu machen, um ihn loben zu können. "NO" wird auch nur 1 mal, stimmlich tief und betont, ebenso ernsthaft gesagt. Sobald der Hund uns mit dem kleinsten "Ohrdreher" bemerkt, bestätigen wir die Reaktion mit "zu mir"(oder einem anderen "Ablenkungssignal"), laufen kleine Schritte rückwärts und können dieses "zu mir" loben. Würden wir kein "Ablenkungssignal" geben, weiß der Hund nicht was er tun soll, bietet eventuell was an, was uns dann auch nicht gefällt, macht eventuell sein Ding weiter und von uns folgt die erneute Rüge, der Teufelskreis hat begonnen. Beide, sind genervt voneinander, so soll es absolut nicht sein! BITTE IMMER dem Hund die Chance geben was richtig zu machen!!!

 

O - wie ODER???
Mir fällt immer wiederauf, dass wir Menschen uns auf ein "oder ich zeig Dir lieber das...." einlassen. Der Hund bekommt von uns das Signal "sitz" und er meint "oder" ich leg mich mal lieber hin, naja ist auch gut. ODER???? ODER, wir legen ihn ins "down", Hund meint, kennt er nicht, ich lauf mal Frauchen hinterher. Oder, wir geben ihm ein "sitzt" damit wir das Futter richten können, nein Hund steht auf und streckt die Nase auf die Küchentheke. Oder, wir stehen am Straßenrand, ein Auto ist von Ferne zu sehen, wir lassen den Hund absitzen und er meint "oder" wir rennen doch schnell über die Straße. Oder, wir bekommen Besuch, Hund schlägt an, wir geben ihm ein Signal, damit er nicht vor uns den Besuch begrüßt und Hund meint, "oder" ich schleck den Besuch mal ab, er hat bestimmt was Gutes für mich zum Knabbern dabei. Oder, Wir gehen bei Regenwetter spazieren, unser Hund düst durch nasse Felder und glaubt dann, nicht wir begrüßen die Nachbarn, sondern er,
aber mit seinen Vorderpfoten am neuen Mantel der Nachbarin? Oder, oder, oder, wir haben immer Ausreden, um dem lieben Wauzi das "Leben nicht so schwer zu machen" Mal haben wir nicht genug Zeit, mal "oh Gott der hat so Hunger, dass er nicht liegen bleiben kann". Einen anderen Tag, war das Auto zu schnell, aber der Hund ist um ein Haar an einem tragischen Unfall vorbeigerauscht. Mal "das hat er noch nie getan", mal wieder gut gegangen, mal "das hat er nicht so gemeint". Und es wäre alles so einfach, wenn wir uns statt Ausreden uns eine Lösung einfallen lassen, wie wir auf unser Signal bestehen können, es deutlich sagen können, ODER wie unser Signal der Hund korrekt ausführen kann. Nicht indem wir ihn dazu zwingen sich hinzusetzten oder gar auf den Boden knallen, nicht mit Leinenruck, nicht mit Ignoranz, schon gleich gar nicht mit Gewalt. Lassen wir uns was einfallen, wie es dem Hund Spaß machen kann, auf unsere Signale zu achten und sie zu beachten. Hier ist unsere Flexibilität gefragt, unsere Standhaftigkeit, unsere Präsenz, unsere Geduld, unsere Zeit, unsere Freude mit dem Hund zu arbeiten, unser Wissen über Hunde, unser Vorausschauen auf Gefahren verlangt. Wir brauchen nicht stundenlang trainieren, viel wichtiger wäre "nur", wenn wir uns Zeit lassen, genaue, hundsverständliche Signale geben und auf die Richtigkeit der Ausführung bestehen, dann braucht der Hund nicht uns ein "ODER" anbieten, denn das tut er nicht um uns zu ärgern, sonder vielleicht, weil er uns nicht versteht "ODER" weil er uns nicht ernst nimmt, weil wir ihm nichts Sinnvolles arbeiten lassen. Vergessen wir nicht, der Hund sucht auch einen Sinn in seiner Arbeit. Also nur ins "platz" legen, weil wir gerade Lust haben. Nur "sitz" machen lassen, um es den Freunden zu zeigen wie er es, ach soooo schnell kann. Nur Stöckchen werfen, weil er schnell müde werden soll. Dulden wir das "ODER", wird es dem Hund schwer fallen, uns ernst zu nehmen. Versuchen wir authentisch zu sein, sinnvolle Beschäftigungen uns für den Hund zu überlegen, dann werden wir schnell einen Hund haben, der uns ernst nimmt und uns kein "ODER" anbieten braucht, im Gegenteil, Spaß hat unsere Anweisungen zu beachten. Sitz kann man üben, bevor man ins Freie geht.
Sitz, verlangen bevor es Futter gibt. Sitz, bevor man den Hund ab leint und ein o.k. als Freigabe gibt. Platz oder down, bevor man ein Spieli oder Dummy versteckt. Platz solange man sich die Schuhe zubindet und dann rausgeht. Es gibt soooo viele Möglichkeiten um einen sinnvolle Arbeit mit dem Hund zu üben, seit einfallsreich und unberechenbar O - wie ORDNUNG Ordnung ist für unsere Hunde von großer Bedeutung, haben sie diese nicht, bieten sie uns eine andere Möglichkeit, eben, was sie für richtig halten. Machui unsere Jüngste sorgt bei uns für Ordnung im Haushalt, denn vergesse ich etwas Essbares wegzuräumen, macht sie es eben..... Cleo kann nicht verstehen, wenn Ihr Schlafplatz belegt ist, denn sie liegt doch jeden Tag in der schwarzen Kutte. Alika versucht alles ordentlich zu machen, dadurch überdreht sie leider auch manchmal. Ordnung ist auch Ritual an dem sich der Hund orientieren kann. Geben wir ihm diese Ordnung nicht, wird er unsicher. Wider rum weiß der Hund, wie bei uns die Ordnung, das Ritual ausschaut. Also versucht er vielleicht uns vorgreifen und meint, "huhu, das kenn ich, ich geh schon mal voraus", da heißt es die "ORDNUNG" vielseitig und abwechslungsreich gestalten, unberechenbar sein. Also es ist eine Art Gradwanderung, entdecken wir die "ABWECHSLUNGSREICHE ORDNUNG"

 

P - wie "PASST SCHO",
das wird mir derzeit bei meinem Welpen bewusst, dass das ein Spruch ist, der ein "no go" ist. Gerade meine Kleine, 14 Wochen alt, hat in ihrem Leben noch nichts negatives erlebt, ist guter Dinge und vor allem lernfreudig, wissbegierig, spontan, lustig und schnell. Das bringt Arbeit mit sich, schöne Arbeit, bei der ich gefordert bin und das macht Spaß, aber gibt es hier ein "passt scho"???? NEIN! Gerade der kleine Wurm zeigt mir, wie genau meine Gesten, meine Worte, meine Körpersprache, meine Belohnung, mein "nein", meine Ernsthaftigkeit, positiv und negativ, mein Vertrauen, meine Schnelligkeit, Reaktion,
mein Umgang mit anderen Dingen, mit anderen Hunden, mit unseren Hunden, mit anderen Menschen SEIN MUSS! Denkt dran, wenn Ihr mit Eurem Hund umgeht, das fordern nicht nur Welpen, sondern alle Hunde. Die Ausrede "ja, ich weiß scho, ich bin schuld, wenn der Hund was falsch macht ( stimmt ja auch nicht immer)" gilt nicht, VORHER DIE HANDLUNG, UNSER TUN, UNSER VORHABEN ÜBERLEGEN, unsere Hunde bekommen jede Unsicherheit, jeder Ungenauigkeit sofort mit, deshalb umso genauer wir sind desto besser klappt die Arbeit mit dem Hund Es gibt KEIN "PASST SCHO"!!! P - PERFEKTE HUNDE, WAS IST DAS??? das ist leider das, was viele Menschen wollen, einen perfekten Hund. Das ist ein Hund, den die Leute "lieben" solange er sich nicht wie ein Hund verhält - LEIDER! Es ist ein Hund der nicht seiner genetischen Aufgabe nachgehen darf. Ein Herdenschutzhund der in einer Stadtwohnung zurechtkommen muss. Ein Schutzhund, der nicht bellen darf. Ein Hütehund, der schön bunt ist, aber nur nicht bellt und hütet. Ein Jagdhund, der nicht Jagd. Ein Hund der keine Aggressionen hat oder zeigt, der alles mit sich machen lässt wie ein Steifftierchen. Ein Schoßhund, der nicht zwickt, wenn der Schoß ihm zu viel wird............ SIND DAS ECHT PERFEKTE HUNDE??? NEIN DAS SIND ARME SCHWEINE(HUNDE)!!! wenn wir Menschen sie nicht mehr Hund sein lassen und nicht überlegen, ob sie in unseren Lebensraum, in unsere Wohnung, in unser Umfeld passen.

 

Q - wie Qualität, nicht Quantität,
..und da appelliere ich an alle Hundebesitzer, auf QUALITÄT bei der Auswahl von Hundetrainern zu achten. Nicht Jede/r der gut Hunde streicheln kann ist ein guter Hundetrainer. Nicht Jede/r der mittlerweile vom Staat wegen den Sachkundenachweis § 11 erbringen muss oder musste, ist ein guter Trainer. Nicht Jede/r der ein Bällebad für Welpen hat ist ein guter Züchter oder Trainer. Nicht Jede/r der eine perfekte Homepage hat ist qualifiziert Hunde auszubilden. So könnte ich eine lange Liste aufführen. Aus eigener Erfahrung und aus vielen Fehlern schreib ich nun einige Punkte auf, auf die ich als Hundebesitzer achten würde:
Hat der Trainer eine Ausbildung, bei einem Trainer oder mehreren, bei einem Guru oder bei mehreren. Wer sind diese Gurus, wie arbeiten diese, welche These verbreiten sie. Kann der Trainer auch die Praxis theoretisch untermalen, z.B. was läuft bei der Jagd im Körper des Hundes ab, wie verläuft sie.... Welche und wo hat der Trainer sich fortgebildet, mit welchen Mitteln (Zwang, Clicker, Strafe, Lob..) arbeitet er, verbietet er Brustgeschirr, wo arbeitet er, wie viel Gefahren gibt es beim Hundeplatz z. B. sind die Geräte sicher, oder stehen Nägel vor...... kommt er auch nach Hause, welche Hunde hat er, nicht welche Erfolge hat er schon, wie sind seine Hunde, dürfen sie Hund sein, oder nur "funktionieren" prahlt er mit seinen Erfolgen, erzählt er nur von sich, hört er einem zu, nimmt er deine Sorgen, Fragen, Bedenken ernst, belächelt er die Hunderasse, oder verteufelt er deine Hunderasse "Aussies sind alle nur wild und gestresst", lässt er dich mal bei anderen Gruppen zuschauen, musst du gleich einen Vertrag unterschreiben, oder Arbeitsdienste leisten, was kommen für Kosten auf einen zu, wie ist der gesamt Ton, wird viel geschrien, gelacht wie redet, geht er mit den Hunden um, laut, freundlich, wird in der Stunde nur geratscht, wird gelacht, oder ist alles steif und ernst, gehst du gerne in die Hundestunde, oder ist es für dich Stress und du fühlst dich unwohl, dann wird es für den Hund bestimmt auch kein Spaß, wie gehen die anderen Teilnehmer mit ihren Hunden um, wird ständig an der Leine gezupft und gerupft, kann er auch selbst mal mit seinem Hund was vorführen, zeigen......... Ich rate Jedem, schaut die Vita von den Trainern an und macht Euch selbst ein Bild von ihm. Nicht nur weil er schon in Medien war, Bücher geschrieben hat,......bekannt ist, ist es ein Trainer für dich und vor allem für deine Pfoten. Handle immer zum Wohle deines Hundes!!!!

 

R - wie REIZANGEL
Eine REIZANGEL, ich nenn sie absichtlich nicht Hetzangel, da sie nicht zum Hetzen da ist, zum Müde machen und zum Veräppeln. Die Reizangel soll dem Hund helfen, Signale unter, zuerst leichten, dann erschwerten Reizen, zu beherrschen. Wir simulieren damit eine Jagd, mit eingebauten Reizen, die uns jederzeit im Alltag, beim Spaziergang, mit Hasen, Rehen, Katzen sogar mit Radfahrern oder Autos begegnen können. Dazu wird sehr langsam angefangen, mit leichtem Zupfen und viel Spaß! Wichtig ist, dass der Hund im aufgewärmten Zustand mit der Reizangel arbeitet: Auf die Gelenke ist ebenso zu achten. ÜBUNGEN MIT DER REIZANGEL Eingewöhnung: Futterbeutel an die kürzere Schlaufe einhängen Hand in die größere Schlaufe bitte den Dummy auf den Boden legen und sich dabei nicht im Kreis rumdrehen sondern nur Zupfbewegungen machen, bitte erst mal ohne Hund probieren Hund ins down legen, bleib, Dummy auf den Boden legen, Hund darf den Dummy auf Anweisung bringen Hund ins down legen, bleib, Dummy wieder auf den Boden legen, ganz leicht zupfen, Hund darf nicht aufstehen, erst auf Signal "bring" Hund ins down legen, bleib, Dummy wieder auf den Boden legen, mehr mit der Reizangel zupfen, schon leicht zur rechten und linken Seite bewegen, Hund darf nicht aufstehen, erst auf Signal "bring" diese ganzen Übungen auch aus der Steh- und Sitzposition die Reizangel wird immer flotter gezupft (aber nicht im Kreis!) mal darf der Hund den Dummy erwischen, mal zupft man so, dass der Dummy beim Menschen in der Hand landet und der Hund ihn nicht bekommt, etwas Geschicklichkeit ist gefragt, soll ja nicht nur der Hund was lernen nun das Ganze mit Signal "stopp" Reizangel zupfen, zur rechten und linken Seite bewegen, Hund darf nicht aufstehen, erst auf Signal "go" hinterher hetzen, dann folgt ein "stopp" der Dummy stoppt auch (Zwischensignal!!!) "sitz" ---- jetzt erst "bring Dummy" zur Hilfe könnte man auch den Fuß auf den Dummy stellen diese Übung mit "stopp" (Zwischensignal!!!) "steh" dann mal "platz" - jetzt erst "bring Dummy" Körpersprache ( z. B. nach vorne beugen) und Sichtsignale ( z. B. aufgestellte Hand als "stopp") nicht vergessen also unberechenbare Signale geben, damit der Hund zuhören lernt und
wir im Hirn ebenso flexibel mit unseren Anweisungen werden "stopp" ---- "sitz" oder "down" oder "steh" ---- der Dummy bewegt sich aber weiter und der Hund darf erst auf "go" ihn fassen 2. Dummy kommt in Spiel alle oben genannten Übungen variieren nun fliegt bei "stopp" ein 2. Dummy oder Spieli ---- "bring" Spieli oder Dummy, dabei zeigt man auf den fliegenden Gegenstand Gegenstand suchen bei "stopp" wird nun mal nicht der Dummy der Reizangel gebracht sondern der Hund darf einen vorher versteckten suchen, das Signal heißt dann "stopp" ---- "sitz", "steh" oder "down" ---- "such Dummy" oder "such Spieli" DIESE ÜBUNGEN KÖNNEN GERNE ERWEITERT WERDEN!!! Sie dienen zur Konzentration, Körperbeherrschung, zuhören lernen, Aufgabe erfüllen, Kommunikation, Beziehungsaufbau, sinnvolle Beschäftigung.....u.v.m. HABT VIEL SPASS DABEI!!!!

 

S - wie Schweinball - Sauball - Runing Egg, wird oft als unkaputtbarer Treibball angeboten.
Warum keinen SCHWEINEBALL ODER SAUBALL oder Runnig Egg Warum keinen Schweineball??? Der leider sehr oft als Treibball, unkaputtbarer Ball, Beschäftigungsball..... angeboten wird. Es ist ein Hartplastikball oder Hartplastikei man berücksichtigt das Wort "Hartplastik"! Der Schweineball ist absolut kein "Treibball" er gehört wirklich in den Schweinestall, dort kann er als Futterball, Beschäftigungsball für die Schweine verwendet werden. Wie so oft zähle ich mal die Nachteile dieses Schweineballes, welcher eigentlich schon Tierschutz relevant ist auf: Beim Schweineball, oder dem Running Egg sind die Folgen dieses "Spiels", besser Hetzjagd, vor allem wenn der Mensch den Hund mit diesen Ball alleine lässt fatal. Der Hund bekommt die harten Bälle nicht zu fassen, das Anstupsen mit der Nase ist schmerzhaft für ihn, sie flutschen ständig weg und der Hund baut Frust auf! Außerdem kann sich der Hund deutlich über den Ball stellen, so Besitz anzeigen und gegebenenfalls auch den Ball gegenüber dem Menschen verteidigen.
So lernt der Hund, sich alleine zu beschäftigen - der Mensch wird nicht mehr beachtet, die Interaktion fehlt. Auf Dauer entsteht ein gefährlicher Abrieb der Zähne, die nicht selten sogar ausgeschlagen werden. Ich hatte genug 4 beinige Schüler, denen das passiert ist. Dieser Hartplastikball ist auf jeden Fall stabiler als die Zähne der Hunde, die ja auch mit geöffnetem Maul die Bälle treiben!! Durch das Anschlagen am Sauball kann der Zahn sich bis in die Wurzel spalten!!! :-((( Das "Tötenwollen" des Balles wird forciert. Also es ist kein kontrolliertes Jagen, sondern selbststimulierende Hetzjagd!, welche dadurch geübt wird. Der Hund sammelt Erfahrung am Hetzen, welche beim nächsten Spaziergang vielleicht auch am Hasen oder Reh ausprobiert wird. Durch diese Art der eigenen Befriedigung gerät der Hormonhaushalt außer Kontrolle, da der Hund durch sein selbst stimulierendes Jagdverhalten einerseits enorme Glücksgefühle empfinden kann, aber auch einen Adrenalin Überschuss produziert (Adrenalin = Stresshormon). Kaputte "Schafe", d.h. Gymnastikbälle, kranke, gestresste, bellende und unkontrollierbare Hunde, die hauptsächlich nach außen orientiert sind und ihren Menschen ignorieren, das ist NICHT DAS ZIEL von Treibball. Mit dem Ferkelball wird dem Hund etwas antrainiert, das wir ihm am Gymnastikball sehr schwer oder gar nicht mehr abgewöhnen können. Es soll hier nur aufgezeigt werden, was ich nach langer Treibballerfahrung miterlebt habe. Wer sich einen anschaffen will sollte sich diese Aspekte gründlich überlegen

 

S - wie Sprache, Stimme Da kommt es nicht drauf an, dass Ihr Hochdeutsch redet, wer mich kennt, weiß ja auch, dass ich das gar nicht schaffe. ABER, ich lege großen Wert drauf, dass wir unsere Sprache in sämtlichen Varianten die wir benutzen können auch bei der Arbeit mit den Hunden ausnützen. Dafür haben wir unsere Sprache, Stimme und Körpersprache, in allen Höhen und Tiefen, mit allen Bewegungen und auch unsere Gefühle, die der Hund auch ruhig mitbekommen darf (allerdings sollen wir unsere Gefühle gut beherrschen und damit umgehen können, der Hund ist nicht zum Ausbaden unseres Frustes oder Ärger da!). wir brauchen auch nciht 100 Equipment-Dinge mitzuschleifen. Vieles von dem Equipment beherrschen die Wenigsten. Außerdem sind mir viele Dinge zu unpersönlich und zu umständlich in der Handhabung oder mitzuschleifen. Was ist, wenn die meine "Ausrüstung" mal vergessen habe, wie reagiert dann der Hund auf
mich??? Ich höre ganz oft "ich hab mein Target vergessen, jetzt kann der Hund nicht hinterm Ball" Die Stimme kann sein und damit soll man richtig spielen: laut, leise, flüstern, schreien, gaaaannnnnzzzz gedehnt, kurz, schnell, zackig, piepsig, brüllen, singen, lachen, jammern, brummen,........ oder!!!! keine Sprache, stillsein, nur Körpersprache verwenden ist sooo interessant. Es kommt auf die Situationen an, wie setze ich was, wann, wo und wie deutlich ein? Variiere ich oft oder bin ich "nur" immer laut? Bringt es etwas wenn ich brülle? Macht es Sinn, wenn ich im Stadtverkehr mit LKW und Straßenlärm flüster? Hunde hören Töne im Frequenzbereich von etwa 40 000 Hz Menschen nur bis zirka 20 000 Hz Hunde sind außerdem in der Lage, Geräusche aus einer etwa viermal weitere Entfernungen wahrnehmen zu können, als wir Menschen und einzelne Töne mit einem Klangunterschied eines Achtel Tones voneinander zu unterscheiden. (das hat mein "Freund" Iwan Pawlow, der mit der Futter - Glocke - Speichelfluss rumgeforscht hat entdeckt, als er wahrscheinlich den Strom ausgeschaltet hat, den er sonst verwendete). Also warum schreien???? Der Prototyp der Hundeohrs ist das Stehohr, wie Beispielsweise das des deutschen Schäferhundes. Durch die Zucht wurden die Ohrformen heraus gezüchtet oder verzüchtet. Dies für mitunter nicht nur zu
Einschränkungen im Bereich er mimischen Möglichkeiten, sonder beringt oft auch gesundheitliche Probleme in Form von hygienischen Problemen und der Neigung zu Entzündungen mit sich. Die Ohrmuschel ist über eine Vielzahl von Muskeln sehr beweglich, diese Beweglichkeit hilft die Körpersprache zu erkennen, sowie für die Ortung der Geräuschquellen. Logisch Schlappohren haben es schwerer. Nutzt Eure Stimme, DAS GILT AUCH FÜR MÄNNER!!! für die Aufmerksamkeit des Hundes, die Spannung bei der Arbeit, die Gefühlsübertragung (Freude, nicht Frust!) seid bitteschön nicht langweilig bei der Arbeit mit dem Hund DIE STIMME MACHT DIE STIMMUNG!!!

 

T - wie Training
Training, was bedeutet das? Erlernen, einüben, wiederholen, festigen, schleifen, formen einer bestimmten Handlungsweise.
Wo trainiere ich? Ist es eine neue Übung, werde ich es erst mal in der bekannten, geschützten Umgebung einstudieren, ohne Ablenkung, ohne andere Hunde, mit viel Spaß und guter Belohnung (hier vielseitig und nicht langweilig belohnen). Nur sehr langsam mit Ablenkung steigern. Zone 1 daheim, Zone 2 im Garten, Zone 3 ruhiger Parkplatz oder Wiese, Zone 4 lebhafte Umgebung. Wo bin ich beim letzen Training stehen geblieben, kurz letztes Training wiederholen, dann Schwierigkeit, Umgebung steigern
Was trainiere ich? Einen Trick, eine Gehorsamsübung, Signalkontrolle, Geduld und Ausdauer, Geräte, Dummyarbeit
Wann trainiere ich? Nach dem der Hund gefressen hat(bitte nicht!)? Ausgeschlafen hat, vorher gespielt hat? In der Hitze? Welche Uhrzeit ist ideal für mich und meinen Hund?
Wie trainiere ich? Habe ich gerade Geduld, Lust, Zeit? Habe ich gerade keine Nerven oder bin krank, dann werde ich einen ruhigen Spaziergang machen, das ist auch Training, bitte nicht vergessen. Habe ich keine Lust, dann besser nichts üben oder nur einfache Dinge, damit wir ein Erfolgserlebnis haben und die Stimmung nicht noch mehr in den Keller geht. Wir brauchen dem Hund nichts vorspielen, er riecht und fühlt unser Wohlbefinden, unseren Stress unseren Zustand. Wenn wir ihm was vorgaukeln, können wir nicht authentisch sein! Hab ich Zeit? Das ist für mich keine Ausrede, denn wenn ich einen Hund habe, muss ich mir die Zeit nehmen, es muss nicht Stunden lang sein, aber dass man sagt, ich hab keine Zeit für Arbeit oder Spaziergang mit dem Hund, das akzeptiere ich nicht, für wie viel anderen Mist haben wir Zeit. "Wer sagt ich kann nicht, der will nicht!" Womit trainiere ich ? bevor ich ans Trainieren gehe, muss ich meine Ausrüstung herrichten. Was muss ich mit nehmen? Pfeife, Leckerli, Futterbeutel, Spielzeug, Leinen, Geschirr, meine Ausrüstung, (nur weil ich die Handschuhe vergessen habe, arbeite ich nicht mit dem Hund?). Sind die Geräte schon aufgebaut, baue ich sie vorher auf oder lege ich den Hund ab, bis ich fertig aufgebaut habe? Muss ich bei Schnee ihn ablegen? Wie oft trainiere ich? das kommt auf das Alter, Gesundheitszustand, dem Hund und dem Menschen an. Es soll immer Spaß machen, nur trainieren, damit trainiert ist bring nichts! Ganz viele Übungen kann ich in den Alltag mit einbringen, da lernt der Hund viel schneller, als wenn man auf Kommando fit für Übung sein soll. Der ganze Grundgehorsam ist fürs Leben. also trainiere ich ihn auch im Leben.
Wie lange trainiere ich? Immer so lange trainieren, wie es Spaß macht, also auch mal nach 2 Minuten aufhören. Konzentration ist beim Training für beide Seiten gefragt, also dran denken, dass die Konzentration auch irgendwann erschöpft ist. Weniger ist mehr! Liebe öfters kurz üben, loben und zufrieden sein! Auch nichts tun ist Übung, gerade bei unserer stressigen Umwelt.
Mit wem trainiere ich? Trainiere ich in einer Hundeschule, mit Freunden, mit anderen Hunden,
alleine...? Beim Spaziergang mit anderen befreundeten Hunden kann man prima Grundgehorsam üben, also sitz, ein anderer läuft vorbei, Slalom durch die sitzenden Hunde,, Abrufübungen.... bitte nicht Futterbeutelarbeit, bei unerfahrenen Hunden, die Konkurrenz ist zu groß, es könnte Streit geben. Stehen natürlich die Hunde im Gehorsam ist es eine Expertenübung, Dummy zu werfen und einzeln holen zu lassen, aber hier dran denken, dass die nicht arbeitenden Hunde gesichert sind und nicht mit auf den Dummy los stürmen. Bei der Auswahl mit wem trainiere ich auch dran denken, dass unsere Hunde "nur" vom Zuschauen auch lernen, d.h. ist unser Partner ein passionierter Jäger, lernt unser Hund schnell auch das hetzten. Arbeite ich alleine, ganz genau die Umgebung abchecken, damit kein anderer Hund, Menschen oder Ablenkung die Übung stören kann. Die Übungen die neu sind, immer erst alleine üben (in der Hundeschule selbst ist es was anderes, aber da auch auf genug Abstand achten) Vielleicht vor dem nächsten Üben, Spaziergang oder Training sich Gedanken zu obigen Punkten machen. Habt Spaß bei der Arbeit mit Eurem Hund!

 

U - wie UNGEDULD
Ungeduld ist das Wort, was wir in unserer Freizeit eigentlich gar nicht kennen und verwenden sollten. Also nicht bei der Arbeit mit dem Hund. Unsere Hunde haben alle das "will to please", der eine mehr , der andere weniger, aber sind wir nicht auch manchmal begriffsstutzig? Warum müssen unsere Hunde sofort alles können? Und denken wir dran, sie sind in vielen Dinge uns voraus, z. B. im Riechen und Geräusche hören, also sollen wir uns fragen, was der Hund manchmal von uns denkt? Signale, Tricks, Sport muss den Hunden langsam bei gebracht werden und dann noch dazu mit viel Spaß aber niemals mit Ungeduld, weil Nachbarshund es doch nach einmal zeigen schon konnte! Weiß man nicht, ob der Nachbar nur Sprüche macht und 2. ob unser Hund überhaupt einen Sinn in dieser Arbeit sieht, ob er zu gewissen Dingen überhaupt geeignet ist? Beispiel meine Cleo, sie hat den Futterbeutel, Dummy mir nie gebracht, wenn ich ihn offensichtlich auf die Wiese geworfen habe. Aus diesem Grund durfte ich laut der damaligen Trainerin meinen Hund 4 Tage (!!!) nicht füttern und ich dachte auch damals, so lernt sie es - großer Mist!!!! Nein, meine Cleo war schlauer als ich, jetzt weiß ich, dass ich ihr sehr Unrecht getan habe, denn Cleo ist der Meinung, wer den Dummy so offensichtlich weg wirft, soll ihn auch selbst holen (Stöckchenmanie) Wenn ich den Dummy aber verstecke, hoch hänge, eingrabe...., dann ist sie dabei, weil sie weiß ja, dass ich "so doof " bin und nicht so gut finden kann, dann strengt sie sich an und wenn wir die Arbeit, das Suchen gemeinsam
machen, haben und lernen wir Respekt voreinander und der gemeinsame Erfolg macht Beiden Spaß. Was hat das mit Ungeduld zutun? Wenn ich den Hund dränge, ihm keine Zeit lasse, nicht körpersprachlich so tue als würde ich mit suchen, wenn ich ihn ständig bequatsche, ihn dränge, meine Ungeduld zeige, wird der Hund schnell verunsichert und vielleicht gar nicht suchen, arbeiten. Lassen wir uns Zeit, strahlen Ruhe aus und somit Sicherheit, werden wir den Hund nicht "nervös" machen. Stellen wir uns vor wir sitzen am Computer und Jemand muss was, z. B. mir Computerdinosaurier was erklären, hat aber keine Geduld und keine Zeit dabei, würde ich dann was lernen? Nein ich würde den Computer samt dem Lehrer zum geschlossenen Fenster raus werfen. Ich schreib das extra so lächerlich, damit wir uns das merken und bei der Arbeit mit dem Hund immer vor Augen haben - Bärbl - Computer - Lehrer - Fenster. Nun muss ich auch den letzten Post von einer Schülerin und bald Treibballtrainerin anbringen, den sie über mich gesagt hat. "Bärbl redet nie schlecht über Hunde, sie tritt nur manchmal den Menschen in den Arsch" Warum mach ich das, weil ich oft deutlich zeigen will, wie es den "schutzlosen" Hunden bei uns Menschen ergeht, wie wir sie behandeln und ungerecht sind. Die Ungeduld ist uns oft nicht bewusst, denn der Alltag fordert sie oft, aber niemals die Freizeit und schon gleich gar nicht die Hunde. Umschalten ist gefragt, Alltag kann Stress bedeuten, aber niemals bitte die Freizeit, wo bleibt sonst der Regenerierung aus dem Arbeitstag, wo wollen wir sonst unsere Kraft herbringen. Deshalb bitte jegliche Arbeit mit dem Hund ist Spaß ohne Stress und Ungeduld!!! muss noch was zum VERGLEICHEN (das werden wir nie erreichen, dazu ist mein Hund zu doof.....) schreiben: Stellt Euch mal vor, ich würde als Trainerin mich mit anderen vergleichen, ich hätte wahrscheinlich die doofsten Hunde, die nicht dies und das können, die als Rudel auch nicht unbedingt Hundebegegnungen haben wollen, die nur Blödsinn im Kopf haben..............da würde mir Vieles einfallen. ABER ICH WEISS, dass ich glückliche, lustige und zufriedene Hunde habe, die ich mit keinem anderen tauschen möchte, die viel können UND DIE VERTRAUEN ZU MIR/UNS HABEN

 

V - wie VERHALTEN
Es ist Sonntagmorgen, 6 Uhr, es ist zu warm zum Schlafen, also raus ins Freie auf die Terrasse, Kaffee genießen und endlich mal einen Artikel lesen, der schon lange hier rumliegt.
3 Hunde genießen die kühle Luft mit mir auf der Terrasse. Nur die Kleine tanzt auf dem Rasen herum und spielt mit einem "schwarzen Lappen", rennt zu mir her und zeigt den "Lappen" ohhhh nein, es war eine tote
Amsel, die sie um sich warf. Ich bin geschockt, die Kleine hat getötet!!!! Mit 10 Monaten schon Jagderfolg??? Was hab ich falsch gemacht???
Was für ein VERHALTEN von meiner Kleinen??? Sie hat doch solche Fortschritte gemacht, läuft brav neben mir, arbeitet super mit, ist interessiert....und nun???
Probleme können Potentiale sein, stand gerade in meine Artikel den ich gelesen habe, deshalb heißt es nun für mich überlegen.
Was ist zu tun?
Ich kann in Panik geraten, zum Tierpsychologen marschieren, heulen, schimpfen, schreien........ oder gezielt arbeiten, d.h. für uns:
Ich nehme wieder die Reizangel öfters mit,
mache Zupfspiele,
Suchspiele,
Abschalttraining
Konsequenz der Grundsignale
werde weiterhin viele Abrufsignale üben,
werden weiterhin Spaß mit meinen Hunden haben und
mich fragen war es Jagdtrieb, war es Spiel, war die Amsel krank, war es Langeweile (früh um 6 Uhr) ?
Darauf werde ich wahrscheinlich keine Antwort bekommen und es ist auch kein Armutszeugnis, dass mein Hund mir eine Amsel gebracht hat. Ich werde es nicht hinnehmen, aber mein Hund ist deshalb kein schlechter Hund als er gestern gewesen ist.
Aus diesem Verhalten muss und darf man nicht das Negative heraussuchen, sondern nach vorne schauen und den entspannten Umgang mit dem Hund suchen. Jeder Hund, auch jeder Mensch hat seine Ecken und Kanten, was eine Persönlichkeit ausmacht.
So sehe ich das Verhalten von Ifraah heute als Chance an ihrer Persönlichkeit, Einzigartigkeit, Individualität zu arbeiten.
Erziehung ist eine stetige Baustelle.

 

W - wie weiter, Wünsche, Wahrheit
Wenn ich ein Seminar besuche möchte ich weiterkommen mit Ideen, Anregungen, Erziehung, Beziehung zum Hund, neue Beschäftigungsmöglichkeiten ......., lernen.
Das sind meine Wünsche, die ich als Seminarteilnehmer habe, jedoch schaut die Wirklichkeit, Wahrheit oft anders aus.
Das sind meine Vorstellungen wenn ich ein Seminar besuche, aber wie geht es mir, wenn ich ein Seminar halte, ich bin der Dozent?? Für mich gilt es auch den Ansprüchen, Wünschen, Wahrheit und Vorstellungen der Kunden, der Seminarteilnehmer gerecht zu werden. Am Freitag reise ich meist an, um Samstag und Sonntag ein Treibballseminar zu halten, d.h. für mich das Wochenende fit zu sein, alles vorbereitet zu haben, alles eingepackt zu haben, Freitag Bälle aufpumpen ( was ja zum Glück mein Mann immer fleißig macht) und Treibballfeld abstecken nach einer oft weiten Fahrt. Die Spannung steigt für mich genauso wie für die Seminarteilnehmer, ich freu mich, ich bin gespannt welche Menschen, welche Pfoten kommen, wie ist ihr "Bildungsstand", was können wir erarbeiten, wo sind Grenzen, wie verhalten sich die Hunde, sind ängstliche, große, kleine, junge, alte, draufgängerische, zurückhaltende, oder Hunde mit schlechten Erfahrungen dabei? Welche Menschen kommen, gestresste, ruhige, kranke, behinderte, neugescheite, besserwisserische , fragende, frustrierte, zurückhaltende, wissbegierige, gelangweilte.........? Es heißt für mich und so sollte es für jeden Trainer sein, herantasten, zuhören, ausfragen, anschauen, kritisch sein, auf den Kunden, samt Hund eingehen. Welche Wünsche, Vorstellungen hat der Mensch an mich, an Treibball und vor allem an seinem Hund?
Wunsch und Wirklichkeit in der Hundearbeit sind oft 2 Paar Stiefel und nicht einfach unter einen Hut zu bringen. Der Mensch kommt ins Seminar ist überzeugt, dass er Treibball kann, andere sind pure Anfänger und glauben, Treibball ist eh nix für meinen Hund, andere wissen dass sie alles schon können und es auch zeigen können, andere lassen sich überraschen, andere jammern über ihren Hund, andere sind
stolz, andere verhätscheln ihn, andere kommen vom Militärplatz, andere sind unsicher und trauen ihrem Hund nichts zu. Vergessen wir aber nicht dabei den Hauptakteur ? Der, der tun soll was die Seminarleiterin sagt, sein Mensch möchte, die vielen anderen, unbekannten Hunde, das der Platz ungewohnt, neu ist, die gewohnte Umgebung fehlt, die Nacht im Hotel aufregend war, das Herrchen angespannt ist, viele Menschen zuschauen, Adrenalin überall zu spüren ist.................. Nun heißt es für uns Menschen, nicht nur für mich, auch für den Hundehalter Wunsch und Wirklichkeit auf einen Nenner zu bringen. Überlegen wir uns die Fragen: - Erwarten wir zu viel von unserem Vierbeiner? - Denken wir öfters an den Hund, was er gerade empfindet? - Versuchen wir die Signale (Befehle) richtig zu geben? - Stimmt unser Timing? - Bin ich zu ehrgeizig? - Verhalte ich mich wie immer? - Was sind gerade die Bedürfnisse des Hundes? - Ist die Aufgabe richtig gestellt? - Versteht mich der Hund? - Können die Zuschauer leiser sein? - Kann sich der Hund in dieser Umgebung konzentrieren? - Müssen die Menschen was von dem arbeitenden Hund erfahren, was wichtig ist, wo kommt er her, wie lange hab ich den Hund schon, was hat er schon gearbeitet, hat er Probleme mit Menschen, Hunden...? - Arbeiten wir streng, verbittert oder lustig? - Wie lange kann der Hund überhaupt arbeiten? - Kann der Hund etwas Stress ( positiven Stress) aushalten, meistern - Ist die Aufgabe zu schwer? - wie alt ist der Hund - wie sind die Bedingungen überhaupt?????? Die Wahrheit herausfinden ist für uns 2Beiner die Aufgabe, nicht auf die Wünsche und Ansprüche pochen. DAs heißt es für mich: - Für den Menschen unangenehm werden. - Den Menschen mit der Wahrheit konfrontieren. - Den Hund unterstützen, vielleicht auch vor seinem Menschen schützen. - Den Menschen mal aufwecken, ihm sagen das der Hund gar nicht auf ihn reagieren kann, weil er ungenau ist, unkonzentriert, nervös, nicht bei der
Sache, nicht verstanden hat, was die Aufgabe war....... - Genau und deutlich zeigen wie die Aufgabe sein soll. - Aus einen "Soldaten" einen Kumpel machen. - Aus einem ernsten Menschen einen lockeren Hundebesitzer zaubern. - Alle störenden Faktoren abschaffen. - Um Konzentration und Aufmerksamkeit die Zuschauer bitten. - Begeisterung vermitteln und zeigen. - Auch mal ernsthafte Worte sprechen, aber auch lobende. - Verständnis zeigen. - Druck raus nehmen. - ..................und, und, und. Alles das macht riesig viel Spaß, macht mir manchmal Kummer, Sorgen, macht mich traurig, wirft mir Fragen auf. So kann es auch mal sein, dass wir Menschen laut werden, vor Begeisterung oder vor Unverständnis. So kann es sein, dass die Menschen an ihrem Hund zweifeln. So kann es sein, dass sich manche Menschen auf den Schlips getreten fühlen. So kann es sein, dass der Hund einfach dem Seminarstress nicht gewachsen ist. So kann es sein, dass man irren Erfolg mit seinem Hund, oder seinem Seminarteilnehmer hat. So kann es sein, dass man die Besonderheiten der Menschen, der Hunde kennenlernt. So kann es sein, dass wir erkennen, dass weder Mensch noch Hund perfekt ist oder sein muss. So kann es sein, dass wir den Unterschied zwischen WUNSCH und WAHRHEIT erfahren, erkennen, lernen und hoffentlich auch damit umgehen lernen. Es macht keinen Sinn, wenn wir dem Gegenüber die Schuld geben, Vorwürfe machen, oft auch Vorwürfe die Monate später kommen, es ist viel wichtiger Selbst- und Fremdwahrnehmung zu akzeptieren, drüber nachzudenken und nicht vor Mitleid und Selbstbedauern zu zerfließen. Finden wir einen Nenner zwischen Wunsch und Wirklichkeit zum Wohle des Menschen und Hundes.
Es wird immer mein Bestreben sein, den Teilnehmer, Schüler weiter zu bringen, ihn aber auch Wunsch und Wirklichkeit aufzuzeigen und helfen den Nenner zu finden.

 

X,Y,Z, das sind für mich die vielen Fragezeichen, die ich habe, wenn man einen Hund zu sich nimmt.
Y,Y,Z, das ist das was keiner vorhersagen kann, was, woher, welchen, .... Hund man holt, woher auch immer. Klar ist viel Erziehungssache,
ABER ÜBERRASCHUNGSEIER
bleiben unsere Hund immer,
es sind eigene Individuen, Lebewesen mit
"gute" und "schlechte" Seiten, vergessen wir das NIE!

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
www.dietreibballschule-runggaldier.de